Lokales Bündnis „STOP TTIP“ Hameln-Pyrmont startet ins zweite Jahr
Vor genau einem Jahr haben sich Gewerkschaften, Parteien(wie auch die Hameln-Pyrmonter Piraten) und andere Organisationen auf Initiative der Partei Die Linke zusammengeschlossen, um die Menschen hier vor Ort über die geplanten Freihandelsabkommen TiSA, TTIP und CETA aufzuklären. Grund genug auf ein erfolgreiches Jahr zurückzuschauen, welches neben zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen auch in den Kommunalparlamenten Einfluss fand und zu verabschiedeten Resolutionen gegen diese Freihandelsabkommen führte. Das Bündnis setzt dabei vor Allem darauf, zu erläutern, welche Inhalte diese geplanten Abkommen haben werden und welche Auswirkungen auf Umwelt, Soziales und Arbeit zu erwarten sind. Besonders wichtig ist es dem Bündnis, die Verhandlungen der Freihandelsabkommen nicht als Einbahnstraße zu sehen und verkürzt (oder gar populistisch) zu kritisieren, denn beiderseits des Atlantiks gibt es zahlreiche Lobbyisten und Interessensvertreter, aber auch vehemente Gegener dieser Freihandelsabkommen, die größtenteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt werden.
Im Laufe des Jahres haben sich zahlreiche weitere Gewerkschaften und Organisationen dem lokalen Bündnis angeschlossen, welches nun aus den Parteien Die Linke, Piratenpartei, Bündnis`90/Die Grünen, den Organisationen BUND, attac, Evangelische Jugend, Der Paritätische, das Anti-Atom-Plenum und Grüner Jugend sowie den Gewerkschaften DGB, Verdi, IG Metall und GEW besteht und damit ein ziemlich einmaliges, breites Bündnis im Weserbergland darstellt – so hat das Bündnis ganze 2 (fast voll besetzte) Busse zur bundesweiten Demonstration gegen die Freihandelsabkommen am 10. Oktober 2015 nach Berlin geschickt.
2016 wird aus Sicht des Bündnisses ein entscheidenes Jahr, daher wird entschlossen weiter darauf gesetzt, die Menschen vor Ort aufzuklären und mit Argumenten gegen diese Freihandelsabkommen vorzugehen. Neben Veranstaltungen, Fahrten zu Demos und zahlreichen Aktionen setzt man sich auch intensiv mit den Kritikern dieses Bündnisses auseinander. Insbesondere der gerne eingebrachte Vorwurf des populistischen Antiamerikanismus an das Bündnis seitens der TTIP Befürworter soll bei der Veranstaltung zum 1. Geburtstag ausgeräumt werden. „Unser Bündnis im Weserbergland, hat von Anfang an klar gemacht, dass wir auf Argumente und Tatsachen Wert legen und uns nicht eines simplen Populismus bedienen möchten.“ weiß Sven Kornfeld, Mitglied des Bündnisses zu berichten. „Wer sich intensiv mit der Thematik Freihandel beschäftigt, wird von ganz allein auch andere Freihandelsabkommen, die bspw. Deutschland oder die EU mit Ländern aus Afrika oder Südamerika , abgeschlossen hat, kritisch betrachten, denn diese dienen in erster Linie den Interessen der Stärksten aus der Wirtschaft. Daher ist es uns ein sehr wichtiges Anliegen, klar zu machen, dass führende Wirtschaftslobbyisten in Deutschland und Europa das gleiche Interesse an Freihandel besitzen, wie ihre Kollegen in den USA und Kanada.“
Der Start ins zweite Jahr des Bündnisses beginnt daher auch mit einer Veranstaltung zum Thema „Was ist Antiamerikanismus? Ursachen, Funktionsweise und Auswirkungen eines weit verbreiteten Phänomens“ mit Dr. Tobias Jaecker, Kommunikationswissenschaftler, Journalist und Autor, der sich mit Antisemitismus, Antiamerikanismus, Verschwörungstheorien, Netzpolitik und vielen weiteren gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzt.
Alle Bürger und Bürgerinnen sind herzlich eingeladen am 22. Januar ab 18 Uhr in den Räumlichkeiten von radio aktiv in das zweite Bündnis- Jahr zu starten.Ausgenommen sind selbstredend Menschen, die rechten Gruppierungen und Parteien angehören oder mit deren Vorstellungen symphatisieren.
Ein Rück- und Ausblick auf die Arbeit des Bündnisses wird es ab 18 Uhr geben, die Veranstaltung mit Tobias Jaecker zum Thema „Antiamerikanismus“ beginnt um 19 Uhr.

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