© Flickr / Eduardo Woo, CC BY-SA 2.0

Die Taschenmonster erfreuen sich gerade wieder großer Beliebtheit.  Kein Wunder, das Spielprinzip ist in etwa jenes, auf dass Spieler in  Europa seit 16 Jahren warten. Nostalgie lässt sich im Spielesektor auch super melken, dass wissen Nintendo, Gamefreak und  Niantic, die Entwickler des Spiels, natürlich auch. Solche  GPS-gestützten Augmented Reality Spiele  haben aber auch einige Schattenseiten. Einerseits lassen sie sich nicht  ohne umfassende Positionsdaten vom Spieler auf Servern umsetzen,  andererseits sind Daten- und Stromverbrauch gewaltig hoch. Aber was  nimmt man nicht alles in Kauf um seine geliebten Pikachus und Shiggys  einsammeln und kämpfen lassen zu dürfen?

Wie neben Netzpolitik.org [1]  auch bereits die Piratenfraktion im  schleswig-holsteinischen Landtag [2] aufzeigte, steht der Datenschutz bei Pokémon GO nicht im Verhältnis zu den im Spiel erreichbaren Erfolgen. Nicht nur behält sich der Spielbetreiber Niantic Labs – der mit „Ingress“ bereits seit einigen Jahren Vorreiter auf dem Feld der Augmented-Reality-Spiele ist – vor, Daten über die Spieler zu sammeln und gegebenenfalls weiterzuleiten, was auch hinsichtlich der Privatsphäre nur als bedenklich gewertet werden kann. Auch gilt für Pokémon GO das, was für so viele vermeintlich kostenlose Dienste gilt: Wenn ihr nicht dafür bezahlen müsst, seid ihr die Ware.

Das bekräftigen auch die offiziellen Datenschutzbestimmungen von Pokémon GO [3]: „Beispielsweise   könnten wir Webbeacons nutzen, Cookies zu platzieren oder mit ihnen zu   kommunizieren, um (…) die Wirksamkeit unserer Werbung zu überwachen.“

Niantic bietet aber auch die Möglichkeit eines Opt-Out-Verfahrens. Hierzu muss eine Mail an termsofservice@nianticlabs.com mit dem Betreff “Arbitration Opt-out Notice” innerhalb von 30 Tagen seit der ersten Anmeldung geschickt   werden. Das heißt, dass auch diejenigen Spieler, die von Anfang an   dabei waren, noch Zeit dazu haben. Wir raten dennoch zur Eile.[4][5]

Informiert euch, lest die Datenschutzbestimmungen und überlegt, ob ihr eure  Rechte dafür tatsächlich freiwillig aufgeben wollt. Datensicherheit ist  in  einer Zeit, in der ein Großteil unseres Lebens digital stattfindet,  eines der höchsten Güter.

Ein Interview zur hierzu von Radio aktiv mit unserer Kandidatin Claudia Schumann:

 

0 Kommentare zu “Datenschutz und Pokemon GO

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.