Inklusion und Gesundheit

Inklusion in der Schule
Für uns PIRATEN ist die Barrierefreiheit wesentliche Voraussetzung zur Teilhabe aller Menschen. Daher fordern wir die schnellstmögliche Herstellung dieser Barrierefreiheit in Schulen und öffentlichen Bildungseinrichtungen des Landkreises Hameln- Pyrmont. Schwerpunkt sollten hier die Schulen bilden. Die Bündelung der Kräfte ist sinnvoll, denn mehrere Fälle in einer Klasse erleichtern die Zusammenarbeit. Für die Übergangszeit stellt sich die Frage nach Schwerpunktschulen als Kompetenz-Zentren mit Multiplikatorenauftrag. Fortbildungen und Konzeptentwicklungen, sowie Schwerpunktsetzungen sind notwendig. Wir setzen uns dafür ein, entsprechende Schulprofile zu entwickeln und zu fördern, um sonderpädagogische Standards zu erhalten. Wir erachten des Weiteren die Einrichtung einer Beratungsstelle für Eltern, Schüler und Schulen für Fragen zur praktischen Umsetzung der schulischen Inklusion und auch zu geeigneten schulischen Karrieren für alle Schülerinnen und Schüler für wünschenswert.

Inklusion in der Stadt
Grundsätzlich sollen alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen barrierefrei gestaltet sein. Dazu zählen auch Blindenleitsysteme, Führungen in Gebärdensprache, Audioguides für sehbehinderte Menschen, Videoguides in Gebärdensprache für hörbehinderte Menschen, barrierefreie Internetseiten und vieles mehr. Zur Verfügung stehende Fördermittel des Landes, des Bundes oder der Europäischen Union sind verstärkt einzuwerben.

Inklusion auf Spielplätzen
Um die Inklusion auch auf Spielplätzen voran zu treiben setzen wir uns für die Ausrüstung mit Spielgeräten für gehandicapte Kinder ein.

Inklusion

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Inklusion durch Beteiligung
Wir PIRATEN fordern, Menschen mit Behinderungen als Experten in eigener Sache anzuerkennen, und beim Ausbau und der Umsetzung von inklusiven Freizeit-, Sport- und Kulturangeboten einzubeziehen. Was heute schon für die PIRATEN gilt, sollte verstärkt in allen Bereichen vorgelebt werden.

Inklusion durch leichte Sprache
Alle Angebote im gesamten Freizeit- und Verwaltungsbereich, wie zum Beispiel Programme, Flyer, Werbung etc., sollen einfach und verständlich auch in “Leichter Sprache” veröffentlicht werden.

Inklusion durch Qualifikation
Wir PIRATEN erachten auch die Qualifizierungen und Fortbildungen für Mitarbeiter der Kultur- und Freizeiteinrichtungen zur Sensibilisierung für die Belange von behinderten Menschen für außerordentlich sinnvoll und unterstützen Maßnahmen in diesem Bereich.

Barrierefreie Stadt
Wir PIRATEN halten es für sinnvoll, eine detaillierte Erhebung zur Barrierefreiheit in den Bereichen Verkehr, Gebäude und bebaute Umwelt durchzuführen. Angefangen in der Hamelner Innenstadt, später in allen Stadtbezirken und den Gemeinden des Kreises. Die Ergebnisse der Erhebung werden aufbereitet und ins Internet zur freien Nutzung gestellt, z.B. in die Plattform www.wheelmap.org mit dem Ziel, “barrierefreie” Stadtpläne” für die Gemeinden des Landkreises Hameln- Pyrmont zu entwickeln.

Akustische Ampeln

Wir PIRATEN streben die konsequente Fortsetzung der Umrüstung von Ampelanlagen mit akustischen Signalen an. Bislang werden derartige Ampelanlagen nur in Wohnortnähe von Sehbehinderten eingerichtet. Zur Barrierefreiheit gehört es unserer Meinung nach auch, dass man sich außerhalb seines direkten Umfeldes selbstständig bewegen kann.


Blindenleitlinien

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Blindenleitlinien
Auch Leitlinien sind für Sehbehinderte wichtig für eine eigenständige Fortbewegung, auch ohne fremde Hilfe. Wir PIRATEN setzen uns dafür ein dass alle vorhandenen Blindenleitlinien ständig freigehalten werden. Ausnahmen von dieser Regel, wie zum Beispiel beim Weihnachtsmarkt, lehnen wir PIRATEN ab und werden uns für die Abschaffung von derartigen Sonderregelungen einsetzen.

Umsetzung der BITV 2.0
Um Menschen mit Handicap einen selbstbestimmten Informationszugang zu erleichtern, fordern wir PIRATEN die Umsetzung der BITV 2.0 (Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung) im Internet auf allen Ebenen der Verwaltung, sowie aller Träger öffentlicher Einrichtungen.